Casting

Es passiert jeden Tag in Deutschland: Ein WG-Zimmer steht leer und möchte neu besetzt werden. Grade jetzt vor dem neuen Wintersemester stehen die Wohnraumanbietenden in der klar stärkeren Position. Die hohe Nachfrage bei dem verhältnismäßig geringen Angebot hat zur Folge, dass sich auf mein Nebenzimmer innerhalb einer Stunde vier Leute zum Besichtigen angemeldet haben. Das wiederum führt zu einer Casting-Woche, was wiederum zu einer netten Idee führt: Könnte man die Konkurrenten nicht "gegeneinander" antreten lassen? Vielleicht im Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spielen oder im Teebeutel-Weitwurf? Ich finde, das sind Schlüsselqualifikationen, die zu einem harmonischen Zusammenwohnen beitragen. Andererseits darf man eine Machtstellung nicht ausnutzen. Das wäre ein bisschen so, als würde die EU die Türkei gegen Kroatien (beides Beitrittskandidaten mit denen bereits verhandelt wird) im Schönschreibwettbewerb antreten lassen. Das macht man ja nicht. Also wird einfach kennen gelernt, das Zimmer gezeigt und möglichst viel Informationen über einen Menschen in wenig Zeit herausgefunden. Andere Theorien besagen, dass alleine der erste Eindruck zählt…

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