Archive for September, 2009

Ein Sonntag in Valencia

Sunday, September 20th, 2009

Nun habe ich endgültig meine WG in Valencia bezogen.  Zusammen mit Marta, einer spanischen angehenden Krankenschwester und einem mir noch unbekannten spanischen angehenden Ingenieur. Die Verständigung klappt schon ganz gut, reduziert sich aber noch auf grundlegende Willensäußerungen. Bis aber über Quantenphysik oder Kontinentalphilosophie diskutiert werden kann, ist es noch ein weiter Weg.

Als ich aus Gandia kommend mit Koffer und Rucksäcken bepackt in meine Straße einbog, fuhr grade ein Rettungswagen an mir vorbei. Der Fahrer trug Mundschutz… Ja, die  Schweinegrippe, die hier “influenza A” genannt wird, wohnt scheinbar ganz in der Nähe.

Ein heutiger Spaziergang um die Umgebung kennenzulernen führte mich zum Hafen und damit zur Formel-1-Rennstrecke. Anbei ein paar Bilder davon. Zu sehen sind neben den Original Reifenspuren in der Boxengasse noch ein paar Blüten, mein Haus von vorne und der Blick von der Dachterasse. Außerdem sieht man einen von vielen Flugkünstlern. Denn über dem Meer fand eine Flugshow statt. Verschiedene Flugzeuge, vom Propellerflugzeug bis zum Düsenjet und Senkrechtstarter war alles dabei. Leider hatte ich nicht die richtige Kamera mit. Aber die Kunststücke waren wirklich super anzusehen!

Clase de cocinar

Thursday, September 17th, 2009

Hier ein paar Bilder vom Show-Kochen. Ca. 35 Erasmus-Studenten wurden in die Kunst des Spanischen Kochens eingeführt. Zubereitet wurde die klassische Tortilla sowie Arroz a banda, was eine Paellaart ist. Im Rahmen dieses Events habe ich meine erste Tortilla unter fachmännischer Beäugung gezaubert. Sehr sehr lecker!

Sandburgencontest

Sunday, September 13th, 2009

Was tut ein neuer Erasmusstudent in Gandia zusammen mit ca 50 anderen Erasmusstudenten am sonnigen Nachmittag am Meer? Sandburgen bauen! Im Studenplan des zweiwöchigen Sprachkurses stand drin, dass an einem Nachmittag, nach den Unterrichtsstunden, ein Wettbewerb im Sandburgenbau stattfinden wird. An selbigen nahmen Martin und ich teil und bauten zusammen mit zwei Franzosen, einem Österreicher und einer Slowakin eine ägyptische Sphinx. Andere Teams versuchten sich an einem Krokodil, einem Formel 1-Rennwagen, mehreren klassischen Burgen, einem Iglo inkl. Inuit-Familie sowie an einer spanischen Stierkampfarena. Nach den zwei Stunden Bauzeit, die allen zur Verfügung standen, wurden Bilder der Kunstwerke geschossen, die dann demnächst bewertet werden sollen. Eine kleine Auswahl der Kunstwerke in Bildern:

Ich werde dann berichten, wie wir abgeschnitten haben!

Der zweite Fuß in Spanien!

Wednesday, September 9th, 2009

Soo, nun bin ich richtig in Spanien angekommen. Denn: tengo una habitación! In einer WG zusammen mit einer Spanierin und einem/r mir noch unbekannten Mitbewohner/in. Nachdem ich acht (!) Zimmer und WGs angeschaut habe, ist meine Wahl nun auf das “kleinste Übel” gefallen. Ich hatte schon einen gewissen Anspruch an meine Unterkunft für das kommende Jahr… Nach den ersten Zimmern dachte ich, “jagut, Stichprobe zu klein, es können ja nicht alle Zimmer so aussehen”. Doch, können sie! Zwei meiner potentiellen Behausungen hatten kein Fenster. Oder eigentlich doch, aber nicht nach draußen sondern zB in das Wohnzimmer. Klimatechnisch vielleicht vorteilhaft, aber psychologisch eher destruktiv. Nun wohne ich am Ende des Blasco Ibañez, der Partymeile Valencias, zum Meer hin. Aus meinem (echten Außen-)fenster kann ich sogar über ein paar Häuser hinweg das Meer sehen! Und wer jetzt denkt: boah, laute Partymeile, der irrt. Denn am Ende der langen Straße ist es schon wieder ganz ruhig. Einzig das Bad und die Küche sind sehr klein, aber ein echter Koch braucht keinen Platz. Außerdem hab ich ja auch nur eine kleine Paellapfanne mit, wie einige wissen ;)

Zurzeit bin ich in Gandia, beim curso español intensivo. Untergekommen bin ich mit Martin zusammen in einer Ferienwohnung. Vorteil: eigener Pool für uns beide, Meer in 5 Min Fußentfernung. Nachteil: 40 Minuten Fußmarsch morgens und abends zum und vom Unicampus, wo der Sprachkurs stattfindet. Aber genau dafür bin ich ja hier, um Zeit zu haben und einfach auch das Gehen zu genießen. *ohhhm*

Der Sprachkurs, bestehend aus ca 160 Teilnehmern zu Kursen á 20 Personen, begann mit einem Einstufungstest, der gründlich schief ging. Sowohl für mich, als auch für die meisten anderen. In meinem mir nach dem Test ursprünglich zugeteilten Kurs waren sowohl Leute mit 4 Jahren  Spracherfahrung als auch zwei Leute ohne jemals Spanisch gesprochen zu haben. Und ich irgendwo mittendrin. Das daraus resultierende Kursniveau war viel zu einfach, ganz nach dem Prinzip: “die Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied”.  Am Ende des ersten Tages gingen dann sechs Studenten inkl mir zur Lehrerin und beschwerten uns. Das hat sich auch gel0hnt, denn jetzt bin ich in einem Kurs, dessem Niveau ich grade so folgen kann und ich mich wirklich anstrengen muss. Ich denke, dass ich da sehr viel lernen werde!

Soo, Bilder gibts heute keine, dafür nächstes Mal wieder.

Ich machte jetzt beim Sandburgenbauwettbewerb mit. Weiß aber nicht, ob unser Team eine Chance hat. Ich werde berichten!

Lukas de Gandia

Gandia:
http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&sll=39.469144,-0.351305&view=text&hl=de&q=Gandia,+Spanien&ie=UTF8&ll=38.993772,-0.163507&spn=0.022147,0.055189&t=h&z=14

Mí piso compartido en Valencia:
http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&view=text&q=Valencia,+Spanien&sll=38.993772,-0.163507&sspn=0.022147,0.055189&ie=UTF8&ll=39.472775,-0.332808&spn=0.010998,0.027595&t=h&z=15

Der erste Fuß in Spanien

Thursday, September 3rd, 2009

Der erste Schritt ist getan, ich bin in Valencia angekommen! Nach ein paar entspannenden Tagen Urlaub mit Lauri hier in Spananien beginnt für mich nun der „Ernst des Erasmuslebens“. Dazu später mehr. Ersteinmal die ersten Tage in Wort und Bild:

Schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug konnte man die Temperatur erahnen, die man im August in Mittelspanien erwartet. Auch die Koffer kamen mit, die ersten zwei Wochen waren also gesichert. Mit Txomin, einem hier wohnenden Bekannten von mir, hatte ich abgemacht, dass ich die erste Zeit meines Auslandjahres bei ihm wohnen kann. Zurzeit besucht er grade seine Freundin in der Türkei und daher warteten die Schlüssel zu seiner Wohnung bei Txomins Schwester, die im Zentrum der Stadt wohnt. Mit der Metro dort angekommen, erklomm ich bei rund 33° C den dritten Stock und kam oben entsprechend fließend an, während Lauri unten mit den zwei vollen Koffern wartete. Herzlich spanisch (Küsschen links, Küsschen rechts, KEIN Küsschen wieder links [das machen nur die Franzosen]) wurde ich begrüßt und hielt sofort die Schlüssel in der Hand. Noch bevor ich überhaupt irgendwelche Spanischbrocken stammeln konnte, wurde mir vermittelt, dass Zuriñe und ihr Freund Alberto Lauri und mich mit dem Auto zu Txomins Wohnung fahren würden. „Solch ein nettes Angebot muss doch einen Haken haben“, dachte ich zunächst. Doch abgesehen von dem ca 45° C warmen Autoinneren irrte ich mich. Die beiden waren und sind einfach nur nett. In der Wohnung angekommen wurden Lauri und ich noch zum Essen am kommenden Montag eingeladen.

Nachdem wir die Wohnung erkundet hatten ging es ans Koffer und Rucksack auspacken. Beim Packen in Hannover fiel mir zuletzt noch mein Haarschampoo in die Finger, dass ich dort schnell in den Rucksack stopfte. Noch vor dem Abflug hatte ich den Geistesblitz, alle Flüssigkeiten lieber in den Koffer zu räumen… Natürlich ohne Plastiktüte. Und natürlich erwarteten mich nun komplett eingeseifte Kleidungssttücke in Txomins Wohnung. Meine erste ungeplante Handlung in Spanien war also, fast alle meine Kleidung vom Shampoo zu befreien…

Die beiden folgenden Tage fanden fast ausschließlich am Strand statt. Angenehm fallen hier die fehlenden Pauschaltouristen auf. Keine Alkoholexzesse, keine lauten Ghettoblaster… Einfach nur sich sonnende und entspannende Spanier, garniert mit ein paar wenigen Touristen. Das Meer ist wirklich sehr warm, man könnte den ganzen Tag drin baden. Die Sonne hatte und hat es aber so richtig in sich weswegen Lauri und ich beschlossen, einen Sonnenschirm zu kaufen. Für 7€ gab es einen bei einem der typischen Strandhändler auf der Strandpromenade. Am ersten Tag verrichtete er sehr zuverlässig seinen Dienst. Am zweiten Tag – mit einem leichten Wind – versagte er vollständig (siehe Bild).


Das Essen bei Zuriñe und Alberto war wirklich sehr nett. Die Gespräche verliefen zwar meist eher einseitig, aber immerhin fast vollständig auf spanisch. Spanier zu Fremdsprache verhält sich nämlich in etwa so wie spanischer August zu Wintermantel. Aber mit ein paar Nachfragen zwischendurch und geduldigem Erklären konnten Lauri und ich dem roten Faden gut folgen. Das Essen bestand aus den typischen spanischen Tapas (Wurst, Käse, Suppe, Brot), dazu wurde baskischer Sidre, sowie Wasser und Wein getrunken. Als ersten Kontakt in einer neuen Stadt könnte ich mir kaum nettere Menschen als Zuriñe und Alberto vorstellen!

Ein weiteres persönliches Highlight bisher ist mein spanisches Handy! Damit kann ich nun günstig SMS in alle Welt verschicken und vor allem in Spanien wesentlich günstiger telefonieren, als mit dem deutschen Handy. Aber SMS empfangen kann ich auch weiterhin auf der alten Nummer!

Nachdem ich Lauri vorhin zum Bahnhof brachte beginnt morgen für mich der „ernstere Teil“. Ich suche mir eine WG. Auf der Uni-Seite der UPV gibt es ein entsprechendes Forum, wo ich mir einige Nummern herausgesucht habe, die ich dann mal abtelefonieren werde. Wo ich dann letztendlich lande, werde ich im nächsten Eintrag berichten!