Archive for the ‘Farcetten des Alltags’ Category

Wirtschaftskrise

Wednesday, February 11th, 2009

So, kommen wir mal wieder zu einem ernsteren Thema. Mit dem ganzen Quatsch hier kann man die Welt ja auch nicht retten. Es geht um Politik, Macht, Wirtschaftskrise und Geld. Eigentlich nur um letzteres. Vor einiger Zeit wurde mir aus ungenannten Kreisen ein Link zu einem Youtube-Video zugespielt in dem die Geschichte des Geldes und vor allem die riesigen Probleme des dahinterstehenden Systems sehr interessant und auch für Laien sehr gut verständlich erklärt wird. Im Stil einer Kindergeschichte mit nett gemalten Bildern und in rund erklärt ein Verein Namens “Neue Impulse” das zurzeit herrschende Geldsystem. Über den Verein kann man sich auf folgender Seite eine Meinung bilden: www.neueimpulse.org Doch nun zu den Videos:

Die folgenden Teile sind dann unter den folgenden Links zu finden:

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

Teil 6

Teil 7

Teil 8

Zum Teil schmeckt das ganze nach Verschwörungstheorie wie ich finde, aber im Kern ist die Aussage sicherlich richtig. Im Euroraum gibt die EZB nun mal Geld nur mit Zinsen aus. Und nur die EZB kann Geld drucken. Also woher kommen diese Zinsen? Vielleicht findet ja dieser Blog die Antwort. In meinem Regal wäre noch Platz für einen Nobelpreis…

Skandal!

Monday, October 27th, 2008

Dank sachdienlicher Hinweise aus England habe ich einen neuen Lebensmittelskandal aufdecken können!

Das Lindt Gold-Rentier ist in Wirklichkeit der bekannte Lindt Goldhase! Hier mal beide Schokoprodukte nebeneinander gestellt:

Gold-RentierGold-Hase

Die scheinbar unterschiedlichen Kopfformen sowie Hinterteile sind meines Erachtens nach nur optische Täuschungen. Auch geschmacklich ist vermutlich kein Unterschied festzustellen. Den endgültigen Test werde ich mangels Hasen wohl erst Ostern durchführen können, das Rentier muss solange durchhalten. Werden hier unschuldige Hasen zur Weihnachtszeit einfach in Rentierfolien gesteckt? Wie oft im Leben schreibt man das Wort “Rentierfolie”? Diese und weitere Antworten gibt’s dann Ostern.

Neben Lindt-Schokolade, ach ne Lindt-Chocolade, gibt es natürlich auch noch Hachez, Milka, Ritter-Sport und viele weitere.

Gravimetrie

Wednesday, October 15th, 2008

Heute hatte ich meine erste Vorlesung im Fach Gravimetrie. Für die Definition bemühe ich mal wieder die gute alte Wikipedia (hach, es ist so schön einfach [strg+c; strg+v])

Der Begriff Gravimetrie bezeichnet die Methoden, mit denen das lokale Schwerefeld der Erde vermessen wird. Die Bestimmung dieses fundamentalen Potentialfeldes ist für Geodäsie, Geophysik und Technik gleichermaßen von Bedeutung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gravimetrie

Hier ein einführendes Beispiel aus dem Skript:

Ein Wanderer mit 80 kg Masse besteigt die Zugspitze von Garmisch-Partenkirchen aus. Der Schwereunterschied zwischen Ausgangs- und Zielpunkt betrögt etwa 0,005 m/s². Wie wird sich sein Gewicht aufgrund des Schwereunterschiedes geändert haben?
Vorlesungsskript “Gravimetrie” Dr. Ludger Timmen, IfE, Uni Hannover

Dann folgt eine kurze Rechnung, die ihr mir jetzt einfach mal glauben müsst, und heraus kommt, dass der gute Wanderer ganze 41 Gramm leichter ist (Lapidar ausgedrückt liegt das dadran, dass der Wanderer weiter vom Erdmittelpunkt entfernt ist).

Daher empfehle ich nun: Die Gravitations-Bierkasten-Diät! Statt Slimfast oder FDH einfach Bierkästen kaufen, aufeinander stapeln und hochklettern. Natürlich die Waage nicht vergessen und – zack – wiegt man nur noch die Hälfte… Wenn man hoch genug geklettert ist. Mit jedem Meter “Freilufthöhe” nimmt die Erdanziehungskraft um 3,08 Mikrometer/s² ab. Das bedeutet man müsste, wenn man 80kg wiegt, ganze 1.592 km hoch klettern um nur noch 40 kg zu wiegen. Da sollte ich dann auch noch vor herumfliegenden Satelliten warenen… Und wieviele Bierkästen wären das? Also falls jemand das mal vor hat, würde ich freundlicherweise helfen und ihm die Bierflaschen abnehmen.

Ok, war Quatsch, weiß ich selber.

Wesertunnel

Saturday, October 11th, 2008

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser!

Ich kletterte heute aus den Tiefen unter der Weser wieder hervor. Mit der Uni und im Rahmen eines Hiwi-Vertrages half ich bei Deformationsmessungen des Wesertunnels mit. Dieser ist 1,6km lang und verbindet West- und Ost-Ufer der Weser auf Höhe Kleinsiel bzw. Dedesdorf, was wiederum ca 12km südwestlich von Bremerhaven entfernt liegt. Da die Messungen tideabhängig sind, musste auch mal nachts von 10 bis halb 2 gemessen werden. Hier ein paar Impressionen:

Koffeinüberempfindlichkeit

Monday, September 15th, 2008

Ein neues Kapitel in “Lukas entdeckt seinen Körper” (nein, keine Sorge…)

Mit meiner Cousine im Café sitzend bestellte ich mir gestern zum ersten Mal im Leben einen Espresso. Mit viel Zucker schmeckte dieser fast wie diese holländischen Kaffeebonschen, nur etwas intensiver. Dazu gab es ganz stilvoll ein Glas Wasser und einer dieser leckeren Amarettini. Ich trinke sehr gerne schwarzen und grünen Tee. Doch in letzter Zeit irgendwie nicht mehr.

Der Grund: Ich glaube, ich leide an Koffeinüberempfindlichkeit! Auch gestern wieder. Circa dreißig Minuten nach dem Espressogenuss begann ein Gefühl der Nervosität in mir aufzusteigen. Völlig grundlos – abgesehen vom Coffein, wie ich mittlerweile weiß. Ein Drang einfach loszulaufen oder dreißig Liegestütze zu machen kommt dann in mir hoch. Das ist in einem Café in der bremer Innenstadt natürlich äußerst unpassend. Tatsächlich wirkte das Coffein leicht berauschend. Aber unterm Strich ist das ungute Gefühl überwiegend. Daher werde ich jetzt wohl eine Zeit lang erstmal kein Coffein mehr konsumieren.

Übrigens ist das so genannte “Teein” auch einfach nur Coffein. Und ebenfalls heute habe ich gelernt, dass eine espressotypische Puppenhaustasse (25ml) Espresso  weniger Coffein enthält als eine normalgroße Tasse (125ml) Filterkaffee – trotz hohen Konzentration.

Naja, auf jeden Fall gibt es im Hause Schack junior nun erstmal eine coffeinfreie Zeit.

Erholungswerbung

Sunday, September 14th, 2008

Wie aus dem Käsebrot-Posting bekannt, ist meine Prüfungsphase nun beendet. Als erste Entspannungsmaßnahme habe ich erstmal ordentlich geglotzt. Und zwar die richtigen Sender zur richtigen Zeit. Die da wären: RTL2, RTL, VOX und Pro7 zwischen 12 und 18 Uhr. (Nein, natürlich hab ich nicht ununterbrochen in der Zeit ferngesehen; Aber immermal wieder zwischendurch.)

Was zu besagter Zeit auf genannten Sendern läuft wisst ihr hoffentlich nicht. Zumindest würde ich es euch wünschen. Mein persönliches Highlight war die Sendung “We are family – So lebt Deutschland”. Ganze 60 Minuten kann man sich an der Bräsigkeit und Stupidität anderer Leute ergötzen. Natürlich abzüglich der 15 Minuten Erholungswerbung, in der man genüsslich zu den anderen Bildungssendern zappen kann.

Warum schaut man sich so was an? Ich habe da so eine Theorie: Ich glaube man kann sich 60 Minuten lang freuen, dass es einem im Wohnzimmer vor dem Fernseher besser geht als dem HartzIV-Empfänger-Paar im Fernseher (beide noch andersweitig verheiratet), dass sich solange dadrüber streitet, ob im Kinderzimmer geraucht werden darf oder nicht bis der 3jährige Sohnemann anfängt zu heulen und anschließend von der Supernanny in die Strafecke gestellt wird. (Ich glaub, da bring ich jetzt was durcheinander.)

Solche Geschichten sind natürlich persönliche Schicksale. Die Familien taten mir tatsächlich ein bisschen leid. Das erschreckende daran ist nur, dass die Leute damit zufrieden zu sein scheinen. Sehr schön für die beglotzten Individuen – sehr gefährlich für die glotzende Menge. Wenn ich täglich die schlimmsten Familienverhältnisse und die faulsten Menschen der Republik sehe, glaube ich, dass man solche Mentalitäten zum Teil übernimmt. Gerade, wenn das Faulsein und besonders das Sich-um-nichts-kümmern als so angenehm und konsequenzenlos dargestellt wird. Genauso “schädlich” finde ich die ganzen Dokumentationen über die Superreichen, die nicht wissen, mit welchem ihrer fünf Autos sie ihre Kinder in den Elite-Kindergarten fahren sollen. Da lob ich mir doch die Berichte über die Herstellung von Lebensmitteln. Quasi vom Ferkel zur Pastete in 10 Minuten. Da lernt man wenigstens noch was bei ;)

Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass es zu der Uhrzeit fast keinen Ausweg aus der Verblödung im Fernsehen gibt. Selbst die ARD sendet nachmittags “brisant”, ein Boulevardmagazin. Aber glücklicher Weise kann jeder selbst entscheiden, was sie/er schaut. Und wenn man es in Grenzen hält, kann man solch ein Programm ja auch bewusst als Bespaßung nutzen, aus den Dauerfehlern einiger Leute lernen und sich immer sagen: “Wie schön, dass ich mein Leben selber gestalte…”

Werbung

Wednesday, September 10th, 2008

Man wird ständig und zum Teil sogar unterbewusst mit Werbung bombadiert. Nicht nur im Fernsehen, sondern auch auf Platkaten, in Zeitschriften, Radio, Internet, Handy und sogar von Freunden, wenn man von denen über ein bestimmtes Produkt informiert wird. Werbung wird zum Teil schon gar nicht mehr als Werbung erkannt, sondern ist teilweise so subtil, dass die Information sich so ins Gehirn einpflanzt, ohne dass es der Beworbende noch merkt. Eine fiese Werbeindustrie ist das!

Diese genialen Werbestrategien will ich nun für meinen schönen Blog benutzen. Auf Wikipedia steht zum Thema Werbung unter Aufmerksamkeitsstrategien:

Wiederholung: Ein Teil der Werbung konzentriert sich darauf, eine Marke durch Wiederholung zu bewerben. Nach durchschnittlich sieben Wahrnehmungsvorgängen wird sich einer Botschaft bewusst erinnert.

Einige der Leser werden sicherlich über eine Mail von mir hier aufgelaufen sein. In dieser findet sich genau sieben mal der Hinweis auf www.schack24.de. Ein teuflischer Plan, nicht wahr? Aber keine Sorge, euch wird hier geholfen! Ein besseres Leben dank Schack24.de!

Casting

Tuesday, September 9th, 2008

Es passiert jeden Tag in Deutschland: Ein WG-Zimmer steht leer und möchte neu besetzt werden. Grade jetzt vor dem neuen Wintersemester stehen die Wohnraumanbietenden in der klar stärkeren Position. Die hohe Nachfrage bei dem verhältnismäßig geringen Angebot hat zur Folge, dass sich auf mein Nebenzimmer innerhalb einer Stunde vier Leute zum Besichtigen angemeldet haben. Das wiederum führt zu einer Casting-Woche, was wiederum zu einer netten Idee führt: Könnte man die Konkurrenten nicht "gegeneinander" antreten lassen? Vielleicht im Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spielen oder im Teebeutel-Weitwurf? Ich finde, das sind Schlüsselqualifikationen, die zu einem harmonischen Zusammenwohnen beitragen. Andererseits darf man eine Machtstellung nicht ausnutzen. Das wäre ein bisschen so, als würde die EU die Türkei gegen Kroatien (beides Beitrittskandidaten mit denen bereits verhandelt wird) im Schönschreibwettbewerb antreten lassen. Das macht man ja nicht. Also wird einfach kennen gelernt, das Zimmer gezeigt und möglichst viel Informationen über einen Menschen in wenig Zeit herausgefunden. Andere Theorien besagen, dass alleine der erste Eindruck zählt…

Relation

Monday, September 8th, 2008

Alles ist relativ! Mir ist aufgefallen, dass man das gesamte Leben als Folge von Relationen im Sinne von Vergleichen oder besser Verhältnissen auffassen kann! Ein Beispiel, welches man fast täglich in den Händen hat, ist das Geld. Ob 1.000.000 € viel oder wenig sind, hängt nicht von der absoluten Zahl 1.000.000 ab, sondern einzig und allein von der Kaufkraft, was, platt gesagt, das Verhältnis aus dem Einkommen zur verfügbaren Geldmenge in der gesamten Volkswirtschaft angibt.

Die Kaufkraft ist der Maßstab für den Wert des Geldes
(Das Lexikon der Wirtschaft 2004: 108; Hrsg. Bundeszentrale für Politische Bildung)

Ein weiteres Beispiel sind der Wert von Bewertungen in der Schule oder im Studium. Diese Erstellen ein Ranking, also eine Rangfolge der Studenten auf. Ein Student mit der Abschlussnote 1,0 ist, relativ gesehen zu einem Studenten mit der Abschlussnote 3,0, “besser”. Absolut gesehen kann man aber nicht sagen, was der Student mit 1,0 jetzt kann. Was wäre, wenn alle Studenten eine 1,0 hätten? Man könnte keine Reihenfolge aufstellen, da alle Studenten von den Noten her die gleiche Leistung erbracht haben. In der Realität, wo soetwas ja wohl nie vorkommen dürfte, wird der Student mit 1,0 bei einem potentiellen Arbeitgeber nun wohl eher eingestellt werden, da er im Verhältnis zu dem mit 3,0 besser ist. Gut, es zählen natürlich noch Softskills usw. Aber auch da wird wieder nur unter den Bewerbern verglichen.

Noch ein Beispiel: das Meter

Ein Meter ist die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1 / 299.792.458 Sekunde zurücklegt.
(Definition des Meters als SI-Einheit, 17. Generalkonferenz für Maße und Gewichte 1983)

Misst man nun eine beliebige Strecke, egal ob im Nano- oder Kilometerbereich, so setzt man diese Strecke in Relation zu der Definition des Meters. Klar, denn irgendwie muss man Längen ja auch vergleichen können. Aber dennoch steht auch hinter einer einfachen Längenmessung ein Verhältnis. Dies gilt meiner Meinung nach für alle physikalisch messbaren Größen, da ein gemessener Wert immer ein Vielfaches einer vorher definierten Größe ist. Und ein Vielfaches wie z.B. a*b kann man auch ausdrücken als a : 1/b. Und 1/b ist wieder ein Verhältnis.

Kurz gesagt: Alles ist relativ! Und es kommt immer auf den Standpunkt und die Sichtweise an!