Tour durch den Süden – Teil 2

January 27th, 2010

Sehr interessant ist, dass man zum Betreten der Stadt Gibraltar die Start- und Landebahn des Flughafens überqueren muss. Grade als wir dies tun wollten, schlossen sich die Schranken und wir mussten warten, bis ein Flugzeug gestartet war. Für das Warten wurde man mit einer typisch englischen Stadt bestraft belohnt. Man merkt noch heute deutlich die militärische Nutzung des Landzipfels. Viele Höhlen- und Tunnelanlagen bis runter in die Stadt werden auch heute noch genutzt. Viel spannender fand ich jedoch die “Affenfelsen”. Süße Berberaffen leben oberhalb der Stadt und lassen sich von den vielen Besuchern gar nicht stören. Nach den langen Autofahrten waren wir ganz froh, dass wir uns mal wieder richtig bewegen konnten und so erklommen wir den rund 400m hohen Felsen. Hier konnte ich auch zum ersten Mal im Leben Afrika mit eigenen Augen sehen. Zwischendurch gabs immer wieder Affengangs. Aber da sagen die Bilder wesentlich mehr, als ich hier beschreiben könnte!

Abgeschlossen haben wir den Tag mit einem Schokokekseinkauf bei der englischen Supermarktkette Morrisons und anschließend einem typischen Essen für diese Reise: Vier Deutsche essen auf englischem Staatsgebiet aber “spanischem Land” mit Blick auf Marokko beim Inder thailändisches Curry…

Tour durch den Süden – Teil 1

January 26th, 2010

Nach langer Pause wird hier nun der Bericht und hauptsächlich Fotos der Autotour durch Spaniens schönen Süden nachgereicht. Zu viert brachen wir bereits Anfang Dezember auf und wollten eigentlich nach Lisboa, Porto und andere portugiesische Städte. Doch die Autoversicherung machte und da einen Strich durch die Rechnung und wir fuhren spontan richtung Andalusien. Zunächst nach Toledo, wo wir einen unvergesslichen Abend in nur einer Bar verlebten. Die mittelalterliche und ehemalige Hauptstadt Spaniens ist einen Besuch absolut wert! Grade für Mittelalterfans, da gefühlt jedes zweite Geschäft mittelalterliche Waffen, Schmuck und Kleidung herstellt und/oder verkauft.

Weiter ging es Richtung Cordoba, wo die Mezquita natürlich das Highlight darstellt. Unterwegs erlebten wir den ersten Nebel, den ich jemals in Spanien erlebt habe. Umso dichter war er. Mittagspause haben wir zusammen mit einem Hirtenhund gemacht, der an beiden Hinterläufen sechs Zehen hatte! Die Mezquita selber ist wirklich beeindruckend und steht der Alhambra meiner Meinung nach in nichts nach. Leider fielen wir beim Abendessen auf Touristennepp herein, aber diesen Fehler macht man einmal und lernt daraus!

Die nächste Station war Sevilla, das die größte gotische Kathedrale der Welt beherbergt. Diese konnten wir sogar kostenlos besichtigen, da wir an einem Sonntag dort waren. Auch sonst gefiel mir die Stadt mit ihrem Studentenstadt-Flair. Es gibt sogar eine Straßenbahn, die aber nur drei Stationen hat.

Als nächstes stand dann englisches Territorium auf dem Programm. Nein, kein Flug, einfach nur die Weiterfahrt nach Gibraltar. Dazu aber mehr im nächsten Post, da die Bilder sonst zu viele werden.

La Albufera

October 23rd, 2009

La Albufera ist ein Feuchtgebiet, rund 20km südlich von Valencia in dem der für die Paella und andere Reisgerichte so typische runde Reis angebaut wird. Eine bunte Erasmustruppe von 9 Leuten dachte sich letzten Sonntag, dort einen schönen Tag verbringen zu können. Aaaber, auch hier ist so langsam der Oktober angekommen und so regnete es leider den ganzen Nachmittag lang. Von Valencia aus kommt man schon für 1,75€ mit einem Regionalbus dorthin. Bei Sonnenschein ist es sicher ein wunderbares Gebiet für Spaziergänge. Auch viele Bootstouren auf dem größten See dort werden angeboten. Reiher verschiedener Arten konnten wir auch bei dem eher miesen Wetter beobachten, jedoch zog es uns recht schnell in eines der vielen Restaurants wo wir die leckere Paella aßen, die angeblich auch genau dort erfunden worden ist. Eine große Pfanne Mixta und eine nur mit Kaninchen und Hühnchen haben wir gegessen.

Da das Wetter nicht besser wurde, sind wir danach auch schon gleich wieder nach Valencia gefahren… Aber da es so nah ist werd ich bestimmt nochmal bei Sonnenschein zurückkehren!

Barcelona

October 22nd, 2009

Letztes Wochenende war ich in Barcelona. Meine Mutter zusammen mit einer Freundin haben dort eine Woche Urlaub gemacht und so bot es sich an, einen kleinen Trip dorthin zu unternehmen. Gereist bin ich mit einem sehr sehr komfortablen Bus einer großen Firma hier aus Spanien. Lustiger Weise sind die Informationen, wo sich die Abfahrts- und Ankunftsstationen befinden, auf der Internetseite etwas falsch angegeben, was mit einen 20 minütigen Dauerlauf, morgens um 6:40 bescherte. Danke Busunternehmen ;) Aber ich erreichte mein Ziel noch rechtzeitig, wenn auch als letzter Fahrgast. Nach 3,5 gemütlichen Stunden im Bus traf ich dann Barcelona ein. Mit meiner Mutter hatte ich einen Treffpunkt ausgemacht und das klappte auch sehr gut. Was folgte war eigentlich das typische Touri-Programm. Ramblas, Seilbahn, Hafen, das gotische Viertel, der Montjuic, Markthalle, …

Daher hier nur einfach ein paar Bilder

EILMELDUNG: Orfeón

October 21st, 2009

Hallo liebe Leser!

Ich möchte nur kurz berichten, dass ich nun offizieller Orfeónist bin ;) So nennen sich die Sänger des Chores Orfeón der Uni Valencia. Diesen Chor kenne ich bereits von einem Chorwettbewerb 2007 in Torrevieja (Spanien), bei dem auch Northern Spirit teilgenommen hat. Damals hat der Orfeón gewonnen (lag wohl am Heimvorteil;) ). Und nun, nach einem zweistufigem Aufnahmeverfahren bin ich drin und werde ab Samstag eine ganz neue Art von Chor kennenlernen!

Im Dezember werden folgende Konzerte gegeben:

Programm

Allgemeine Infos findet man auf www.orfeon.org

Ich werde dann berichten, wie es mir bei den spanischen Sängern so geht!

Tour durch den Norden

October 21st, 2009

Zu viert (Lucie, Louisa, Martin und ich) leihten wir uns ein Auto für vier Tage und brachen in den hohen Norden von Spanien auf. Im Vorfeld hatte ich schon die Unterkünfte gebucht und so hatten wir nur diese Fixpunkte im Plan. Ansonsten haben wir uns einfach treiben lassen. Einen Tag zuvor haben wir uns auf die Ungefähre Route geeinigt. Sie führte von Valencia nach Zaragoza und weiter nach Ainsa. Von dort, am zweiten Tag dann, sollte es weitergehen nach Pamplona und als letzte Station San Sebastian. Extra für die Tour hat Martin noch das offizielle Kartenwerk gekauft und auf diesem habe ich eine “Abkürzung” zwischen Valencia und Zaragoza gefunden. Diese “Abkürzung” erwies sich jedoch als landschaftlich wunderschön aufgrund der Berge… Dementsprechend lange brauchten wir. Aber, wir sind ja im Erasmusjahr und da ist die Zeitkomponente sehr sehr unwichtig. Nachdem wir aus den ersten Bergen (wo es bereits spürbar kälter war) wieder rauskamen, blieben wir auf den kostenlosen Schnellstraßen und erreichten zügig die erste ungeplante Zwischenstation: Teruell. Dort gab es einen Markt und wir haben Obst in Hülle und Fülle gekauft. Es gab schon Mandarinen, die jedoch noch erfrischend sauer waren. Aber bei dem Wetter genau das Richtige! Nach zwei Portionen Chocolate con Churros ging die Fahrt Richtung Norden weiter. In Zaragoza wurde grade alles für das Pilar-Fest vorbereitet und man konnte schon ahnen, dass es große Ausmaße annehmen würde. Wir besichtigten ebenfalls die namensgebene Kathedrale und genossen einen Cortado oder auch ein Stück Schokokuchen (oder einen Toast ;) ) in der Sonne. Währenddesen stand unser Auto übrigens in einer Tiefgarage wo minutengenau abgerechnet wird. Eine Minute kostet 4cent, wenn ich mich noch richtig erinnere. Da fällt es teilweise schwer, die Ruhe in der Sonne zu genießen. Aaaber, es ist ja Erasmusjahr ;)

Weiter ging es über Huesca nach Ainsa, einem kleinen verträumten Dörfchen in den Pyrinäen. Ainsa teilt sich in einen alten Teil auf einem Berg und einem neuen Teil direkt an einem großen Stausee. Wir kamen im Dunklen an und waren von der Altstadt oben auf dem Berg begeistert. Es erinnerte mich total ans Mittelalter, was wohl daher kam, dass die meisten Gebäude aus eben dieser Zeit stammen. Zusammen mit der Beleuchtung entstand eine wirklich wunderbare Atmosphäre, die leider nur Lucie im Bild festgehalten hat. Unsere erste Übernachtungsstätte lag sogar mitten in diesen alten Mauern. Zusammen mit zwei Radwanderen teilten wir uns ein Zimmer. Doch vor dem Schlafen gab es noch unsere Hauptspeise der ganzen Tour: Serrano mit Allioli und ein bisschen Brot. Hmm. Dazu ein Glas Rioja (durch die Gegend wir grade noch gefahren sind) und der Tag schloss perfekt ab. Am nächsten Morgen empfing uns ein einzigartiger Ausblick, den wir des Nachts zwar schon erahnt hatten, aber nun im Ganzen genießen konnten. Obwohl wir auch sehr gerne noch ein paar Tage dort hätten bleiben können, lag unser nächstes Ziel vor uns: ein Nationalpark. Nach 30min Fahrt fanden wir ihn und begannen eine Wandertour durch einen riesigen Canyon. Wirklich beeindruckend, wie sich so ein kleiner Gebirgsbach in Jahrmillionen durch den Fels frisst. Das Wasser war kalt, erfrischend und trinkbar. Zum Baden jedoch zu kalt, wobei die Temperaturen im Gebirge auch merkbar kühler waren, als wir es aus Valencia gewohnt waren. Nach der etwa dreistündigen Wanderung ging es weiter in ein kleines Dorf, dessen Name ich schon nicht mehr weiß. Wunderbar ruhig und friedlich scheint es dort zu sein. Aber wenn man mal eben kurz Radieschen kaufen will, muss man bestimmt eine Stunde zum nächsten Supermarkt fahren… Das wäre nichts für mich auf Dauer ;)

Die nächste Nacht verbrachten wir in Pamplona. Das ist die Stadt, wo einige mutige Spanier vor einem wilden Stier herlaufen. Kann man machen, muss man aber nicht, wie ich finde. Das Zimmer teilten wir diesmal mit Julia, einer deutschen, und einem mysteriösen französischem Jakobswanderer. Wir verbrachten den Abend zusammen mit Julia, kochten Spaghetti und gingen noch in die Altstadt auf ein Bier, was in einer Tanzbar endete, wo wir von einem lustigen Argentinier die Grundzüge des Salsas beigebracht bekamen. Am nächsten Tag zogen wir dann das Sightseeing-Programm durch und erkundeten Pamplona. Die Stadt ist wirklich kaum mit den südlicheren Städten zu vergleichen. Auch die Leute sind meiner Meinung nach anders.

Die letzte Station war San Sebastian, eine wirkliche Perle Spaniens! Wunderschöne Straßen mit tausenden Cafés mit wiederum tausenden Tapas auf den Tresen, so wie man sich eine spanische Tapasbar vorstellt. Auch der Hafen ist wunderschön und die Stadt wirklich jeden Besuch wert. Leider wurde hier auch noch unser Auto aufgebrochen, aber nichts entwendet da wir keine Gegenstände drinnen gelassen hatten. Nach einigem hin und her mit der Autovermietung stopften wir einfach ein Handtuch in das zerbrochene Fenster und fuhren mit dem “defekten” Auto wieder nach Valencia.

Bei den Bildern wird auffallen, dass ich nur bis zum Nationalpark und dann wieder das kaputte Auto fotografiert hat. Lucie hatte ebenfalls eine gute Kamera dabei und daher war meine Motivation in Pamplona und San Sebastian nicht groß genug, auch noch zu knipsen. Es ist ja schließlich das Erasmusjahr ;)

Malaga

October 20th, 2009

Hallo liebe Leser!

Endlich wieder neue Einträge! In der Zwischenzeit ist viel passiert und ich bin schon viel rumgekommen. Von den Reisen möchte ich hier kurz berichten.

Meine erste Tour ging zu Laura nach Malaga. Mit einer kleinen zweimotorigen Regionalmaschine (Propeller!) von Iberia flog ich recht komfortabel in das etwa 650km entfernte Malaga. An Bord gab es ein kostenloses Getränk, Nüsse und anschließend ein Erfrischungstuch für die Hände, das ich zunächst fälschlicher Weise für einen Keks hielt. Malaga selber war so 4-5 Grad wärmer als Valencia, was einen sonnigen Tag mit Bad im Meer ermöglichte.

Als kleines Highlight möchte ich noch von den gebratenen Sardinen berichten. Auf einem Spieß werden 7 etwa 10cm lange Sardinen aufgespießt, in Salz gewendet und an einem offenen Feuer gegrillt. Dieses Feuer brennt im Inneren eines alten Bootes. Davon sieht man ca. 30 an der Promenade östlich von Malaga. So ein Spieß kostet dann auch nur 3 € und ist wirklich zu empfehlen! Angeblich isst man diese Spieße in dieser Art nur dort in Malaga.

Die Innenstadt selber ist auch einen Besuch wert. Ein römisches Theater befindet sich dort, viele alte Gebäude und auch das Geburtshaus von Picasso.

Hier ein paar Impressionen meiner bisher südlichsten Station:

Ein Sonntag in Valencia

September 20th, 2009

Nun habe ich endgültig meine WG in Valencia bezogen.  Zusammen mit Marta, einer spanischen angehenden Krankenschwester und einem mir noch unbekannten spanischen angehenden Ingenieur. Die Verständigung klappt schon ganz gut, reduziert sich aber noch auf grundlegende Willensäußerungen. Bis aber über Quantenphysik oder Kontinentalphilosophie diskutiert werden kann, ist es noch ein weiter Weg.

Als ich aus Gandia kommend mit Koffer und Rucksäcken bepackt in meine Straße einbog, fuhr grade ein Rettungswagen an mir vorbei. Der Fahrer trug Mundschutz… Ja, die  Schweinegrippe, die hier “influenza A” genannt wird, wohnt scheinbar ganz in der Nähe.

Ein heutiger Spaziergang um die Umgebung kennenzulernen führte mich zum Hafen und damit zur Formel-1-Rennstrecke. Anbei ein paar Bilder davon. Zu sehen sind neben den Original Reifenspuren in der Boxengasse noch ein paar Blüten, mein Haus von vorne und der Blick von der Dachterasse. Außerdem sieht man einen von vielen Flugkünstlern. Denn über dem Meer fand eine Flugshow statt. Verschiedene Flugzeuge, vom Propellerflugzeug bis zum Düsenjet und Senkrechtstarter war alles dabei. Leider hatte ich nicht die richtige Kamera mit. Aber die Kunststücke waren wirklich super anzusehen!

Clase de cocinar

September 17th, 2009

Hier ein paar Bilder vom Show-Kochen. Ca. 35 Erasmus-Studenten wurden in die Kunst des Spanischen Kochens eingeführt. Zubereitet wurde die klassische Tortilla sowie Arroz a banda, was eine Paellaart ist. Im Rahmen dieses Events habe ich meine erste Tortilla unter fachmännischer Beäugung gezaubert. Sehr sehr lecker!

Sandburgencontest

September 13th, 2009

Was tut ein neuer Erasmusstudent in Gandia zusammen mit ca 50 anderen Erasmusstudenten am sonnigen Nachmittag am Meer? Sandburgen bauen! Im Studenplan des zweiwöchigen Sprachkurses stand drin, dass an einem Nachmittag, nach den Unterrichtsstunden, ein Wettbewerb im Sandburgenbau stattfinden wird. An selbigen nahmen Martin und ich teil und bauten zusammen mit zwei Franzosen, einem Österreicher und einer Slowakin eine ägyptische Sphinx. Andere Teams versuchten sich an einem Krokodil, einem Formel 1-Rennwagen, mehreren klassischen Burgen, einem Iglo inkl. Inuit-Familie sowie an einer spanischen Stierkampfarena. Nach den zwei Stunden Bauzeit, die allen zur Verfügung standen, wurden Bilder der Kunstwerke geschossen, die dann demnächst bewertet werden sollen. Eine kleine Auswahl der Kunstwerke in Bildern:

Ich werde dann berichten, wie wir abgeschnitten haben!